INITIATIVE SORGENTREFF

Für Eltern in Auseinandersetzung mit der Jugendwohlfahrt

Verena BäumchenDas Jahr neigt sich dem Ende und in wenigen Tagen feiern wir den Beginn eines neuen Jahres. Das Jahr 2009 war für unsere Initiative ein äußerst erfolgreiches Jahr, haben sich nicht zuletzt tausende Besucher informiert, dutzende Eltern mit ihren Problemen an uns gewandt. Dennoch müssen auch heuer wieder rund 15.000 Kinder ohne ihre leiblichen Eltern Weihnachten feiern – so will es die österreichische Jugendwohlfahrt. Stellvertretend für alle diese Kinder haben wir das “Verena-Bäumchen” errichtet.

Verena ist 9 Jahre alt, fristet ihr Dasein in einer Anstalt für Missbrauchsopfer, obwohl das kleine Mädchen niemals sexuell missbraucht wurde. Das Kind weint so fest nach seiner Mutter, dass es Augentropfen benötigt und innerhalb von 2 Wochen nahm die 4. Klässlerin ein Kilo ab. Sie wiegt jetzt nur noch 26kg.

Verena fleht bei jedem Besuch ihrer Mutter – die Mutter muss im Monat 16 Stunden Zugfahrt für insgesamt 4 Stunden Besuchskontakt auf sich nehmen, dass sie mit nach Hause möchte.

Die verantwortliche Sozialarbeiterin, selbst kinderlos und ohne jede Lebenserfahrung, interessiert all das nicht. In einem Brief an die Mutter untersagte sie sogar, dass die Mutter zu Weihnachten ihr Kind im Erziehungsheim besuchen darf. Am 24.12.2009 wird die Mutter dennoch versuchen ihr Kind zumindest telefonisch zu erreichen.

So wie der kleinen Verena geht es tausenden anderen Kindern in den Fängen der Jugendwohlfahrt. Wenn Sie heute vor Ihrem Weihnachtsbaum stehen, denken sie bitte auch an diese Kinder – mitten in Österreich.

Stellvertretend möchten wir aber auch an die Kinder von Alexandra denken: Philipp (9), Zaelo (4 1/2), Kenai (3), Jennifer (1 1/2) – die Geschwister dürfen einander nicht sehen und müssen zu Weihnachten getrennt in Heimen und Pflegefamilien verbringen. Sowohl die Mutter als auch andere Verwandte dürfen die Kinder zu Weihnachten nicht bei sich haben. Das Jugendamt hat gesprochen! Anträge bei Gericht liegen seit Monaten unbearbeitet in der Schublade.

FROHE WEIHNACHTEN & EIN GUTES NEUES JAHR!

  1. Kathi sagt,

    Das ist ja furchtbar, kann ich nur sagen. Ich bin so was von erledigt, als ich den Artikel gelesen habe. Aber meine Hochachtung an Sorgentreff und die tolle Idee mit dem Verena Bäumchen. Ein Zeichen ist gesetzt, ich hoffe weitere folgen.

  2. Gregor sagt,

    Eine interessante Übereinstimmung: die Tierliebe von Kinderheimen. Ein Heimkind aus Klagenfurt ist von Läusen befallen, ein Heimkind aus Grünbach ebenso.

    Die tierförderlichen Zustände in den Heimen sind dann wohl einander sehr ähnlich. Mag es daran liegen, dass kein einziges dieser Heime jemals von den Behörden kontrolliert wird?

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